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Transportdokumente10. September 2026·5 Min. Lesezeit

Kabotage: Mit der Drei-Fahrten-Regel ist es nicht getan

Von navichain team

Kabotage braucht mehr als freie Kapazität. Erleben Sie, wie Disposition und Fahrer Fahrzeughistorie und Nachweise mit navichain zusammenhalten.

navichain perspektiv · NP-0002

Zusammenfassung

Ein freier Lkw reicht als Entscheidungsgrundlage für den nächsten Inlandsauftrag im Ausland nicht aus. Die Disposition benötigt die vorausgehende internationale Beförderung, das betreffende Kraftfahrzeug, die bisherigen Fahrten und die Nachweise für den Fahrer. Mit Buchungen, Transportplanung, Fahrzeugdaten, Dokumenten und Abliefernachweisen in navichain schaffen Sie einen gemeinsamen Arbeitsablauf.1 Die Disposition beurteilt den nächsten Auftrag anhand der tatsächlichen Historie und der geltenden Regeln. Der Fahrer meldet den Verlauf zurück; die nächste Schicht erhält nachvollziehbare Informationen. Beginnen Sie mit einer wiederkehrenden internationalen Fahrt und verfolgen Sie jede Übergabe. Der Nutzen liegt in weniger Sucharbeit, klarer Zuständigkeit und einer besseren Entscheidungsgrundlage, bevor das Fahrzeug erneut beladen wird.

Von freier Kapazität zur begründeten Entscheidung

Das Fahrzeug hinter dem Angebot

Ein Kunde bietet eine attraktive Rückladung an. Kapazität und Liefertermin sind die ersten Prüfungen; zusätzlich braucht die Disposition die Vorgeschichte dieses Kraftfahrzeugs. Eine gemeinsame Auftragsnummer genügt nicht, wenn die Nachweise zu einer anderen Zugmaschine gehören. In navichain arbeiten Sie mit Buchungen und Fahrten sowie Fahrzeugen und Fahrern. Vereinbaren Sie, wie die internationale Beförderung und Folgeaufträge bezeichnet werden, damit Kollegen den Zusammenhang erkennen.1 2

Die tatsächliche Entladung festhalten

Geplante Ankunft und abgeschlossene Entladung sind unterschiedliche Ereignisse. Der Fahrer liefert die Zustellinformationen, die Disposition prüft den Abschluss der gesamten eingehenden Beförderung. Bewahren Sie den Abliefernachweis bei den Transportunterlagen auf und trennen Sie tatsächliche Ereignisse von Planzeiten. Die digitalen CMR- und Abliefernachweisprozesse in navichain unterstützen diese Dokumentation.1 Die nächste Schicht soll verstehen, auf welches Ereignis sich die Bewertung stützt.

Erst prüfen, dann zusagen

Betrachten Sie Fahrzeug, Land, bisherige Beförderungen, Fristen und Nachweise gemeinsam. Die Buchung liefert die Arbeitsinformationen; die Disposition berücksichtigt die Regeln für den konkreten Transport. Unklare Angaben werden vor der Zusage durch eine benannte Person ergänzt. Nutzen Sie Aufgaben und Dokumente in navichain zur Organisation. Passt das Fahrzeug nicht, planen Sie eine andere Lösung und geben dem Kunden eine nachvollziehbare Antwort.

Beispiel: zwei Entladungen, ein Fahrerwechsel

Ein schwedischer Frachtführer mit den erforderlichen Berechtigungen fährt zwei Empfänger in Deutschland an. Nach der ersten Entladung wird ein deutscher Inlandsauftrag angeboten. Die Disposition erkennt die ausstehende zweite Entladung und wartet mit der nächsten Beladung. Nach der Rückmeldung über die vollständige Zustellung prüft sie Historie und Unterlagen, bevor sie weiterplant. Später wechselt der Fahrer. Die neue Person erhält Anweisungen und Dokumente; die Fahrzeughistorie bleibt maßgeblich. Dies ist ein veranschaulichender Ablauf, kein gemessenes Kundenergebnis.

Fehlende Angaben brauchen Zuständigkeit

Fehlt beim Schichtwechsel eine notwendige Angabe im Ablieferbeleg, legen Sie eine Aufgabe mit Beschreibung und verantwortlicher Person an. Der nächste Kollege kann gezielt nachfassen. Vereinbaren Sie außerdem, wie Fahrer und Büro die Nachweise während einer Straßenkontrolle schnell bereitstellen. Der Leitfaden der schwedischen Verkehrsbehörde zeigt, weshalb auch die nationale Anwendung in die Arbeitsroutine gehört.4

Den Nutzen im Alltag messen

Erfassen Sie Suchzeit bis zum vollständigen Nachweis, notwendige Ergänzungen und zusätzliche Telefonate bei Übergaben. Vergleichen Sie ähnliche Transporte vor und nach der Einführung. Beginnen Sie mit einem Fahrzeug und einer Transportkette, benennen Sie Verantwortliche und spielen Sie Normalfall und Abweichung durch. Bringen Sie diese Beispiele zu einer navichain-Demonstration mit. Kann die nächste Person fundiert entscheiden, ohne die Vergangenheit neu zusammensuchen zu müssen?

So funktioniert es im Alltag

Kabotage ist eine zeitweilige innerstaatliche Beförderung im Anschluss an eine internationale Beförderung.

Das Recht entsteht nicht allein, weil das Fahrzeug im Staat ist. 3

Zuerst: die eingehende internationale Beförderung

Alle Güter müssen entladen sein. Die letzte Entladung startet die Frist. 3

Drei Elemente gehören zusammen

Die Frist beginnt mit der letzten Entladung. Höchstens 3 Kabotagebeförderungen; Innerhalb von insgesamt 7 Kalendertagen; Nach Ende der internationalen Fahrt. 3

Sieben Tage sind ein zusammenhängender Zeitraum, nicht sieben wählbare Arbeitstage.

Wochenenden und Feiertage können die genaue Berechnung beeinflussen. Stets die aktuellen Regeln für die konkrete Beförderung prüfen. 3

Dasselbe Kraftfahrzeug verbindet die Kette

Ein anderer Anhänger ist möglich, aber das Recht wechselt nicht zur anderen Zugmaschine. 3

Nach Ende der Kabotage gelten vier Tage Karenz für dasselbe Fahrzeug im selben Staat.

Die Beschränkung folgt dem Kraftfahrzeug und dem Mitgliedstaat. Jede Karenzzeit dem richtigen Fahrzeug und Staat zuordnen. 3

Kabotage in einem anderen Mitgliedstaat

Alle drei Bedingungen müssen erfüllt sein. Höchstens 1 Beförderung in diesem Staat; Binnen 3 Tagen nach leerer Einfahrt; Weiterhin innerhalb von 7 Tagen. 3

Das muss bei der Kontrolle vorliegen

Artikel 8 Absatz 3 nennt die erforderlichen Angaben. Die eingehende internationale Beförderung; Jede ausgeführte Kabotagebeförderung; Fahrzeug, Staat und relevante Zeitpunkte; Nachweise bei der Straßenkontrolle verfügbar. 3

Elektronisch ist möglich

Nachweise dürfen bei der Straßenkontrolle elektronisch vorgelegt oder übermittelt werden, auch per e-CMR. Auch die Fahrten der vorangegangenen vier Tage können nachzuweisen sein. 3

Diese Regeln betreffen EU-Kabotage durch einen Verkehrsunternehmer mit der erforderlichen Gemeinschaftslizenzberechtigung. Eine internationale Fahrt begründet für einen Unternehmer aus einem Drittland allein kein Kabotagerecht. Die Fristen von sieben, drei und vier Tagen berücksichtigen die Regeln zu Kalendertagen, Wochenenden und Feiertagen. War das Fahrzeug in den vier Tagen vor der internationalen Einreise im Gastland, müssen auch diese Fahrten nachgewiesen werden. 3

Verwandte Perspektiven

Gemeinsame Planung, Fahrerzeit und Streckenwahl betreffen dieselbe Transportkette.

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id.navichain.se · navichain.se 5

Quellen

  1. navichain Dokumentation · 2026-08-29

  1. navichain · TMS / WMS · 2026-09-08 · Abgerufen: 2026-09-08

  1. EU-Kommission: Kabotageregeln · 2022-02-21 · Abgerufen: 2026-09-08

  1. Schwedische Verkehrsbehörde: nationaler Kabotageleitfaden · 2022-02-21 · Abgerufen: 2026-09-08

  1. navichain: Tarife · 2026-09-08 · Abgerufen: 2026-09-08

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